Der Stromwechsel spart immer wieder Kosten

Ein Stromwechsel, das ist inzwischen den meisten Verbrauchern bekannt, kann jährliche Einsparungen von mehreren Hundert Euro mit sich bringen. Aber der Strommarkt ist in ständiger Bewegung und schon wenige Wochen nach dem Wechsel des Stromanbieters kann schon wieder ein anderer Anbieter einen deutlich günstigeren Preis anbieten. Beim Stromwechsel sollten daher einige wichtige Aspekte beachtet werden. Sofern ein Angebot nicht mit einem außergewöhnlich niedrigen Strompreis und besonders guten Vertragsbedingungen verbunden ist, sollten Verbraucher sich nicht über einen zu langen Zeitraum vertraglich an den neuen Tarif binden.

Einige Stromanbieter locken zwar auf den ersten Blick mit einem günstigen Tarif, bieten diesen aber nur im Zusammenhang mit einer zweijährigen Vertragsbindung an. Bei einem anderen Anbieter kann unter Umständen zu einem minimal höheren Preis ein Strombelieferungsvertrag mit einer wesentlichen kürzeren Vertragsbindung oder sogar ohne feste Laufzeit abgeschlossen werden. Wer sich nicht unnötig lange an einen Anbieter bindet, hat eher die Möglichkeit, einen erneuten Stromwechsel durchzuführen, wenn ein anderer Anbieter mit besseren Konditionen lockt.

Viele Stromanbieter motivieren ihre Kunden zum Stromwechsel, indem sie einen Wechselbonus anbieten. Grundsätzlich sollte diese Möglichkeit genutzt werden, jedoch nur, wenn sich nicht dahinter ein höherer Strompreis verbirgt, als er vielleicht bei einem anderen Anbieter ohne Wechselbonus erhältlich wäre. Es sollten immer die Gesamtkosten über die Vertragslaufzeit unter Berücksichtigung des Wechselbonus miteinander verglichen werden.

Nicht nur der Verbrauchspreis ist ein wichtiges Kriterium für den Stromwechsel, sondern auch die Zusammensetzung des Strompreises. Wer nur auf einen niedrigen Verbrauchspreis blickt, kann unter Umständen einen unnötig hohen Grundpreis übersehen. Auch aus diesem Grund ist es wichtig, alle Kosten in ihrer Gesamtheit gegenüber zu stellen. Die meisten Vergleichsrechner zeigen die Jahres-Gesamtkosten an.

Dabei ist nicht immer auf den ersten Blick erkennbar, wie die Vertragskonditionen gestaltet sind. Niedrige Verbrauchs- und Grundpreise gehen häufig mit Jahresvorauszahlungen einher. Nicht jedem Verbraucher ist es möglich, die gesamten Kosten für ein Jahr im Voraus zu bezahlen. Außerdem birgt eine Vorauszahlung immer ein gewisses Risiko. Seit der Bankenkrise ist bekannt, dass auch große Unternehmen nicht vor einer Insolvenz sicher sind. Die beim Stromwechsel vorausgezahlten Stromkosten wären in einem solchen Fall verloren.

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